Reguliere deine Verdauung mit Ayurveda

Um deine Nahrung optimal zu verwerten und gesunde Gewebe zu bilden, wird auf verschiedenen Ebenen die Stoffwechselaktivität im Körper reguliert. Im Ayurveda sind 13 Verdauungsfeuer (Agnis) benannt. Verschiedene Störungen im Körper können auf fehlende oder überschüssige Stoffwechselaktivität dieser Agnis zurückgeführt werden.

Die Produkte der Agnis/Stoffwechselaktivität sind die Gewebe (Blutplasma, Blutplättchen, Muskel-, Fett-, Knochen-, Nerven- und Fortpflanzungsgewebe). Je nach dem wie die Gewebe ausgebildet sind und wie funktional diese sind, kann auf die Aktivität der Agnis zurückgeschlossen werden. Auf dieser Grundlage wird dann der Körpertyp bestimmt.

Der Ayurveda beschreibt das Hauptverdauungsfeuer im Magen (Jatharagni), es ist für die Bildung des Magensafts und der Enzyme verantwortlich. 5 Verdauungsfeuer für die 5 Elemente (Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther) und 7 Feuer in den Geweben (z. B. Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz…) zur Synthese von Blutplasma, Blutplättchen, Muskel, Fett, Knochen, Nerven und Fortpflanzungsgewebe.

Wieviel Feuer brennt in dir?

Da Agni mit Feuer übersetzt wird entspricht es etwa dem Pitta-Dosha (Feuer und Wasser). Zur Umsetzung der Nahrung ist Agni erforderlich. Wenn du großen Appetit hast und schnell wiederkehrenden Hunger, also keine Mahlzeit auslassen kannst, dann ist dein Anteil an Pitta-Dosha in der Konstitution hoch. Die Speisen werden vollständig und ohne Schlackenstoffe anzusammeln verdaut. Trotzdem musst du aufpassen, denn in vielen Fällen ist die Aufnahmekapazität höher als die tatsächliche Verdauungskapazität der Agnis, so dass unverdaute Stoffwechselzwischenprodukte (Ama) entstehen können.

Wenn du viel Kapha-Dosha (Erde und Wasser) in der Konstitution hast, dann ist das Agni schwach und du sammelst schnell Stoffwechselschlacken an.

Wenn du viel Vata-Dosha (Luft und Äther) in der Konstitution hast, dann ist das Agni wechselhaft, mal hast du Hunger, mal vergisst du zu essen, die Verdauung ist unregelmäßig. Der Stuhl ist dann mal hart, mal weicher.

 

Das Agni anheizen

Um Stoffwechselzwischenprodukte abzubauen ist es angezeigt das Verdauungsfeuer/Agni
anzuheizen und die Schlacken systematisch auszuscheiden.
Dafür sind alle gängigen Maßnahmen und Methoden (Ayurveda: langhana-Maßnahmen) geeignet, wie:
Fasten, Kichari-, Suppen-Fasten, Safttage, Nahrungsreduktion, größere Abstände zwischen den Mahlzeiten, Intervallfasten.
Scharf gewürzte Speisen, erhitzte Speisen, Kräuter, Digestif- oder Stoffwechsel-Tees helfen ebenso (Ayurveda: pacana-Maßnahmen).

Führe von Zeit zu Zeit eine Ausleitungskur (Ayurveda: Panca Karma-Kur) durch, um das Agni anzuregen und den Körper gründlich zu reinigen.

Wie zeigt sich ein schwaches Verdauungsfeuer:

Bei der Verdauung treten dann verschiedenste Beschwerden auf. Entweder ist der Stuhl zu hart oder zu weich/flüssig. Du hast eventuell Verstopfung oder Durchfall. Auch Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen, Aufstoßen, Schwere im Körper, Müdigkeit nach den Mahlzeiten oder Schwindel treten auf.

Wie zeigt sich ein schwaches Verdauungsfeuer beim Vata-Typ:

  • Harter Stuhlgang, sehr trocken, wie Hasenköttel
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Rülpsen
  • Krämpfe im Magen-Darm-Trakt
  • Nervöser Magen

Was du als Vata-Typ tun kannst:

  • Nimm vorrangig warme und gekochte Speisen zu dir.
  • Wähle süße und nährende Speisen.
  • Bevorzuge die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig.
  • Achte auf gute Fette: Sesamöl, Ghee.
  • Gewürze wie z. B. Ingwer und Kardamom verwenden.
  • Iss nur wenig Rohkost, insbesondere keinen rohen Knoblauch oder Zwiebeln.
  • Meide Kohl und Hülsenfrüchte.
  • Meide ganze Getreidekörner.

 

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Wie zeigt sich ein schwaches Verdauungsfeuer beim Pitta-Typ:

  • Durchfall
  • Saures Aufstoßen, Sodbrennen
  • Brennende Empfindungen, Magenschleimhautreizungen, Gastritis, Geschwüre
  • Druck im Bereich der Leber
  • Abneigung gegen scharfe Speisen
  • Gelblicher oder grünlicher Belag auf der Zunge

Was du als Pitta-Typ tun kannst:

  • Gekochte (keine heißen!) Speisen
  • Nur mittags Rohkost essen
  • Die bittere Geschmacksrichtung bevorzugen
  • Niemals scharf und sauer essen
  • Etwas Ghee verwenden
  • Kohlehydrate als Sättigungsbeilage
  • Vermeide Alkohol, anregende Tees, Kaffee

 

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Wie zeigt sich ein schwaches Verdauungsfeuer beim Kapha-Typ:

  • Völlegefühl
  • Trägheit nach den Mahlzeiten, Schwere im Körper
  • Fettiger, schleimiger Stuhlgang
  • Verschleimung im Körper
  • Weißer Zungenbelag
  • Süßlicher Geschmack im Mund
  • Unverträglichkeit von Milchprodukten

Was du als Kapha-Typ tun kannst:

  • Nimm leicht verdauliche Speisen zu dir.
  • Iss immer „normale“ Portionen (Eine Portion passt in zwei Hände).
  • Vermeide Snacks und Süßigkeiten zwischen den Mahlzeiten.
  • Vermeide spätes Essen am Abend.
  • Verwende reichlich Gewürze.
  • Wähle die Geschmacksrichtungen: scharf, bitter, zusammenziehend.
  • Vermeide tagsüber zu schlafen.

 

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Iss immer das, was du verdaust

  • Beachte bei der Auswahl deiner Lebensmittel deinen Stoffwechseltyp.
  • Verwende Gewürze, Kräuter oder Nahrungsergänzungen.
  • Kaue ausreichend (jeden Bissen 32 mal).
  • Reinige und entschlacke deinen Körper regelmäßig (Kichari-Fasten, Panca Karma).
  • Trinke warmes bis heißes Wasser zwischen den Mahlzeiten.

Die wichtigsten Tipps für ein starkes Verdauungsfeuer

  • Iss nur dann, wenn die vorherige Mahlzeit verdaut ist.
  • Iss nur mit Appetit.
  • Vermeide Zwischenmahlzeiten.
  • Bereite die Speisen frisch zu, vermeide verarbeitete oder aufgewärmte Speisen.
  • Iss ungestört, in einer gepflegten Atmosphäre, richte die Speisen liebevoll an, vermeide anregende Gespräche, Fernsehen, Handy etc.
  • Trinke zu den Mahlzeiten ca. 200 ml warmes Wasser
  • Beachte die Kombinationsregeln der Lebensmittel
  • Iss abends leicht verdauliche Speisen.
  • Iss abends kein tierisches Eiweiß (wie Fleisch, Wurst, Käse, Eier etc.)

 

 

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Dharamleen

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