Wie ist das mit den Speiseölen und -fetten im Ayurveda?

Weisst du nicht so recht welches Speisefett nun wirklich gut ist für dich? Eines ist sicher, du musst vor den nativen pflanzlichen Ölen keine Angst haben. Nur tierisches Fett/gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren oder Bratfett solltest du meiden.

Diese verursachen Stress im Körper!

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren kannst du ganz einfach an ihrer Konstistenz unterscheiden. Die gesättigten sind bei Raumtemperatur fest, die ungesättigten sind flüssig.

Gesättigte Fettsäuren sind im wesentlichen Energielieferant. Ungesättigte Fettsäuren schützen deine Nerven, sind wichtiger Baustein von Zellmembranen und wichtig für das Immunsystem, die Blutdruckregulation und die Steoridhormonsynthese.

Wie ich die Fette und Öle einsetze:

Ghee (Butterreinfett)

  • Ghee ist das wichtigste Fett in meiner Küche, ich bereite damit die ayurvedischen Gewürzfonds zu.
  • Ghee kann bei hohen Temperaturen zum Braten und Backen verwendet werden.
  • Es wirkt kühlend und senkt Pitta-Dosha.
  • Es ist leicht verdaulich für alle Doshas.
  • Es hat eine reinigende Wirkung auf fettlösliche Ablagerungen im Körper.
  • Es wirkt entzündungshemmend und wundheilend.
  • Du kannst es auch äußerlich anwenden oder Augenbäder damit durchführen.

Gerahmte Butter (aus Grasfütterung)

Frische gerahmte Landbutter kannst du gut auf Brot verwenden, es ist eher eine Geschmacksfrage, ob du zu Süß- oder Sauerrahmbutter greifst.

Es gibt mehrere Handelsklassen wie „Deutsche Markenbutter“ und „Molkereibutter“, das sind allerdings pasteurisierte Produkte.

 

Olivenöl

  • Achte beim Ölivenöl auf gute Qualität aus (erster) Kaltpressung, das Öl ist dann von satt-grüner Farbe. Eine Flasche Olivenöl deines Vertrauens sollte in Deutschland BIO-zertifiziert sein, nicht im Ursprungsland.
  • Probiere dich durch Olivenöl gibt es fruchtig und mild, einige Sorten sind sehr scharf vom Geschmack.
  • Ich verwende ein mildes Olivenöl für den Salat und für einige Nudelgerichte.
  • Olivenöl solltest du nicht zu hoch erhitzen.
  • Olivenöl ist für seine gefäßschützende Wirkung bekannt.

Sesamöl

  • Sesamöl ist das beste Öl für Vata-Dosha.
  • Sesamöl wirkt erhitzend.
  • Achte auch hier auf eine gute Qualität aus Kaltpressung, es werden ebenfalls kräftige Sorten aus geröstetem Sesam angeboten.
  • Ich verwende mildes Sesamöl für die Ölziehkur am Morgen.
  • Für äußere Anwendungen und die Massage verwende ich gereiftes mediziniertes Bio-Sesamöl.

Mandelöl

  • Die Mandel hat im Ayurveda einen hohen Stellenwert.
  • Mandelöl ist süßlich und nussig, es verträgt nur leichte Hitze.
  • Wenn du deine veganen Brotaufstriche selbst herstellst verwende gehäutete Mandeln dafür.
  • Mandelöl kannst du gut in Süßspeisen einsetzen und in der Goldenen (Kurkuma)-Milch.
  • Für die Körperpflege verwende ich ebenfalls Mandelöl, beim Auftragen sollte die Haut noch gerade feucht sein. Eventuell die Körperpartien mit Thermalwasser einsprühen und den letzten Feuchtigkeitsfilm mit dem Öl einmassieren.

Kokosöl

  • Kokosöl ist durch seinen hohen Laurinsäureanteil (erkennst du an der weißlichen Farbe) sehr gesund. Laurinsäure ist auch ein Bestandteil der Muttermilch, das bedeutet Kokosöl kommt in seinen Eigenschaften der Muttermilch nahe.
  • Kokosöl wirkt kühlend, es senkt Pitta- und erhöht Vata- und Kapha-Dosha.
  • Kokosöl verträgt viel Hitze und hat einen neutralen Geruch beim Braten.
  • Ich verwende Kokosöl bei rauer Haut, Ekzemen, Pilz-, Bakterien oder Virenbefall, äußerlich und innerlich.
  • Kokosöl ist entzündungshemmend, antifugal, antibakteriell und antiviral.
  • Bei unzureichendem Verdauungsfeuer (Agni) können die gesättigte Fettsäuren aus dem Kokosöl den energetischen Fluss im Körper blockieren.
  • Medizinierte Kokosöle verwende ich zur Massage von Pitta-Typen.

Rapsöl

  • Ist die heimische Alternative zu vielen weit gereisten Ölen.
  • Raps, gehört wie Senf, zur Familie der Brassicacea/Kreuzblütengewächse. Beide sind scharf und erhöhen Pitta-Doshas und bei regelmäßigem Gebrauch auch das Vata-Dosha.
    Kapha-Typen können dieses Öl täglich verwenden.
  • Rapsöl hat einen vorteilhaftes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren.
  • Chronische Herz-, Nerven- und Gelenkerkrankungen können durch die Verwendung positiv beeinflusst werden.

Sonnenblumenöl

  • Sonnenblumenöl verwende ich gar nicht in meiner Küche.
  • Sonnenblumenöl hat ein unvorteilhaftes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren und kann auf lange Sicht Krankheiten fördern.
  • Sonnenblumenöl ist mild und geschmackneutral, daher wird es häufig zum Backen eingesetzt.
  • Sonnenblumen sind häufig Basis von Brotaufstrichen, weiche möglichst auf Kürbiskerne, Mandeln oder andere Saaten aus.

Leinöl

  • Leinöl muss frisch verwendet werden, da es sehr schnell ranzig wird!
  • es ist nur für die kalte Küche geeignet.
  • Leinöl enthält einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und hat damit einen positiven Einfuss auf die Blutfette und den Blutdruck.
  • Allergikern wird diese Öl empfohlen.

Natürlich gibt es weitere tolle Öle: Avocadoöl, Kürbiskernöl, Walnussöl, Distelöl. Probiere dich einfach aus.

Probiere Mandel- und Avocadoöl auch für die Gesichtspflege und Mandel- und Sesamöle für die Körperpflege aus.

Wähle die Fette gemäß deiner Konstitution aus. Vata-Typen dürfen zulangen, Pitta- und Kapha-Typen sollten mit Bedacht wählen und sich zurückhalten.

Habe keine Angst vor den richtigen Fetten, sie geben den Speisen einen tollen Geschmack, halten dich satt und deinen Körper jung und geschmeidig. In Kombination mit Kohlehydraten muss du allerdings zurückhaltender sein.

 

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Deine Dharamleen

Ayurveda-Medizinerin und Trainerin für natürliche Erfolgsprinzipien.

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