Endlich frische Bitterkräuter

Fühlst du dich träge, müde, schwer und antriebsarm vom Winter? Die Natur bietet dir Lösungen in Hülle und Fülle.

Um wieder neue Kräfte zu sammeln und Körper und Geist zu erleichtern, möchte ich dir wichtige Bitterkräuter und Entschlackungsmittel ans Herz legen.

Warum?

Die Bitterkräuter helfen dir den Stoffwechsel anzukurbeln, sie sind von ihrer Qualität leicht, kühlend und reinigend. Die Elemente Luft und Äther herrschen vor. Ihren Geschmack haben die Bitterkräuter haben aufgrund der hohen Dichte an chemischen Verbindungen wie Glycosiden, Alkaloiden, Isoprenoiden u. a.. Jedes Kraut hat ein individuelles Profil.

Sie regen den Fluss der Magensäure an und unterstützen Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion. Die Ausscheidung von Abfallstoffen wird unterstützt und es wird Körperfett (und auch Cellulitis) verbrannt.

Füge deinen Mahlzeiten eine gute Portion frischer Bitterkräuter hinzu und Fettpölsterchen haben keine Chance. Die Fettverwertung findet vollständiger statt, das Fett wird als Zellbaustein und als Basis-Molekül im Hormonstoffwechsel verwertet und nicht im Gewebe eingelagert.

Kräuterextrakte und getrocknete Kräuter

Ganzjährig kannst du natürlich auch Pflanzenpresssäfte aus dem Reformhaus und Kräuterextrakte nutzen. Aus dem Ayurveda kennen wir verschiedene Bitterkräuter zur Reinigung und Beruhigung. Meist jedoch liegen diese als alkoholischer Auszug vor („Kräuterwein“, „herbal wine“). Diese haben eine schnelle Wirkung am Herzen und auf den Geist.

Getrocknete Kräuter müssen höher dosiert werden, da sie bereits wertvolle Inhaltsstoffe verloren haben.

Wie starten mit den frischen Bitterkräutern?

Die einfachste Methode mit den Bitterkräutern zu starten ist, diese als Topfkultur in der eigenen Küche, Balkon oder Garten zu halten. Dann kannst du nichts verwechseln und hast die Kräuter frisch zur Verfügung wenn du spontan deine Gerichte anreichern möchtest.

Es eignen sich am besten:

  • Ananassalbei (Salvia rutilans)
  • Basilikum (Ocimum basilicum)
  • Bohnenkraut (Satureja, diverse Sorten)
  • Dill (Anethum graveolens)
  • Griechischer Oregano (Origanum heracleoticum)
  • Korianderkraut (Coriandrum sativum)
  • Lavendel (Lavendel augustifolia)
  • Lorbeer (Laurus nobilis)
  • Majoran (Majorana Hortensie)
  • Minze (Mentha spicata, diverse Sorten)
  • Petersilie (Petroselinum crispum)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
  • Salbei (Silvia officinales, diverse, spitz- und rundblättrig)
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
  • Schwarzkümmel (Nigella sativa, Samen)
  • Thymian (Thymian vulgaris)
  • Ysop (Hyssopus officinalis)
  • Zitronengras (Cymbopogon citratus)
  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Diese Kräuter kannst du selbst ziehen oder im Garten-/Kräuterfachhandel einkaufen. Die Kräuter sehen nicht nur schön aus, sie nähren auch viele unserer Insekten (Hummeln und Schmetterlinge).

Wähle robuste Mittelmeerkräuter, wenn du häufiger auf Reisen bist. Gieße die Kräuter im Topf am besten von unten, damit sie nicht faulen. Ernte die Kräuter morgens für den Tag, bevor die Sonne auf die Pflanzen gebrannt hat.

Kräuter aus Wald und Flur

Nun gibt es besonders tolle Kräuter-Wildsorten. Du solltest sie abseits der Straßen sammeln und überdüngte Wiesen meiden.

Highlight – Der Löwenzahn

(Taraxacum officinale)

Löwenzahnblätter ist eine ideale Salatzutat, sie enthalten viel Vitamin C, Kalium, Magnesium, Calcium, Inulin und Mineralstoffe. Sie haben blutreinigende Eigenschaften und sind daher auch Bestandteil von Entschlackungstees. Frische Löwenzahnblätter sind besonders hilfreich gegen Akne und andere Hauterkrankungen. Er eignet sich bei Magendrücken, Völlegefühl, Störungen des Gallenflusses und Lebererkrankungen.
Mit jungen frische Löwenzahnblättchen kannst du natürlich auch Suppen, Pestos, Nudeln verfeinern. (Junge Löwenzahlblättchen sind rundlich nicht gezackt!)
Insbesondere den Löwenzahnwurzeln wird nachgesagt auf Tumorzellen zu wirken. Grundsätzlich ist es gut bei Tumor- oder Krebserkrankungen viele Bitterkräuter zu essen.

Kinderfreude – Das Gänseblümchen

(Bellis perennis)

Kinder lieben dieses Blümchen, die Sandburgen lassen sich damit verziehren und Kränze knüpfen. Du solltest auch Spass finden an diesem Blümchen, nimm regelmäßig einige Blüten mit für deinen Salat. Sie enthalten nicht nur die wichtigen Bitterstoffe sondern, zaubern auch bei „großen Kindern“ ein Lächeln ins Gesicht.

Multitalent – Die Brennnessel

(Urtica dioica, Urtica urens)

Hole dir frische Brennesselblättchen und -triebe für deine nächste Suppe oder das nächste Pesto ins Haus! Die Blättchen enthalten B-Vitamine, Vitamin C, Flavonoide, Sterine, Calcium- und Kaliumsalze, Kieselsäure u. a., sie helfen dir bei verminderter Blutversorgung, bei Gelenksteifigkeit, bei Prostatabeschwerden, bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, sie entwässern und entsäuern.

Bei Kopfbrummen – Die Ackerminze

(Mentha arvensis)

Die ätherischen Öle aus der Ackerminze sind besonders nützlich bei Kopfschmerzen. Um das Öl zur richtigen Zeit parat zu haben gibt es die ätherischen Bio-Minzöle im Handel. Träufele dir im Krankheitsfall einige Tropfen auf die Stirn.

Die Minze kannst du natürlich auch als Salatzutat oder als Tee verwenden, Minze beruhigt den Magen und löst Krämpfe. Es unterstützt die Gallenproduktion und den Gallenfluss, damit unterstützt sie die Fettverdauung.

Detox mit dem Gundermann

(Glechoma hederacea)

Der Gundermann ist ein kleines in Vergessenheit geratenes Kräutlein mit tollen Wirkstoffen. Der Gundermann ist ein Lippenblütler mit nierenförmigen Blättern und violetten Blüten. In der Tat unterstützt der Gundermann besonders die Reinigung über die Nieren und die Ausscheidung von Schwermetallen, wie Blei.

Nierenfreude – die Birkenblätter

(Betula spec.)

Zupfe frische junge Birkenblätter, damit kannst du deinen Nieren helfen. Birkenblätter-Tee wird als Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten genutzt. Ebenso sind sie in Gicht- und Rheumatees enthalten.

Ganz schön schweißtreibend – die Lindenblätter

(Tilia cordata, Tilia plathyllos)

Zupfe frische Lindenblütenblätter, wenn du oder deine Kinder an Erkältungskrankheiten, Husten oder leichtem Fieber leiden. Bereite einen leckeren Tee daraus, füge bei Trinktemperatur etwas Lindenblütenhonig hinzu. Der Tee reinigt und ist schweißtreibend.

Bitterkräuter-Rezeptvorschlag:

Entschlackender Frühlingstee

(nutze die Kraft der Kräuter notfalls aus getrockneten Kräutern vom Kräuterhändler in deiner Nähe)

20 frische Birkenblätter
20 Blättchen von Brennnesselkraut
20 Hagebuttenfrüchte
1 – 2 Hibiskusblüten (von der Fensterbank, wichtig für Frauen/bei Frauenleiden)
20 Löwenzahnpflanzen (Wurzel- und Kraut)
10 frische Melissenblätter

Die Zutaten gut mischen und als Tee zubereiten. Pro Tasse 250 ml Wasser aufkochen. Die Pflanzenteile mit dem kochendem Wasser übergießen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. Trinke von diesen Tee 3 – 4 Tassen im Frühjahr über 4 Wochen.

Nutze die Heilkraft der Natur nicht in Eigentherapie. Frage in jedem Fall vor der Einnahme deinen Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker, ob die Bitterkräuter für dich geeignet sind.

Starte jetzt mit einfachen Schritten und probiere immer mal wieder ein neues Kräutlein aus!

Wintermüdigkeit adé. Viel Spass mit den Bitterkräutern.

Deine Dharamleen

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