Würzige Weihnacht!

Wie du mit besten Gewürzen eine noch bessere Weihnacht erlebst.

Wenn es zu den Feiertagen so richtig in der Küche brutzelt und duftet kommen viele Gewürze ins Spiel. Gewürze, bereiten nicht nur ein großartiges Geschmackserlebnis, sondern leisten auch einen Beitrag bei der Verstoffwechselung der Speisen.
Nicht ohne Grund gibt es bestimmte Gewürz-Favoriten, um das Weihnachtsgebäck, die Marinaden und Chutneys, die Suppe, die Knödel, der Rotkohl und das Dessert aufzupeppen.

Welche Gewürze du zu den Festtagen verwenden solltest, damit du entspannten Tagen entgegensehen kannst:

Kardamom

Mit Kardamomsamen kannst du Süßes und Pikantes würzen. Die kleinen Samen solltest du kurz vor dem Verzehr aus den Kapseln lösen, so dass du das volle Aroma ausnutzen kannst.

Kardamom regt die Verdauungssäfte an, es wirkt krampflösend und stimmungsaufhellend. Auf die Gedächtnisleistung hat es einen positiven Einfluss.

Beliebt sind frisch gemahlene Kardamomsamen im Kaffeepulver. Gibt dazu ca. 2 aufgebrochene Kapseln auf 4 Kaffee-Maßlöffel (1 Maß ca. 6 - 8 g Pulver). Wie gewohnt den Kaffee mit heißem Wasser übergießen und filtern.

Wenn du leicht fröstelst hilft ein Kardamom-Tee. Hierfür breche 10 Kapseln Kardamom auf und übergieße sie mit 1 l kochendem Wasser. Füge 1 Stück Bio-Orangenschale dazu und lasse alles ca. 10 Minuten abgedeckt ziehen. Dann genießen.

Gewürznelken

Gewürznelken sind getrocknete Blütenknospen, sie ähneln kleinen „Nägeln“.

Setze Gewürznelken immer sparsam ein. Sie gehören zu den sogenannten Prisengewürzen, da sie einen intensiv-scharf-würzigen und durchdringenden Geschmack haben. Meist werden Rotkohl, Kompott, Lebkuchen und Marinaden mit Gewürznelken(-Pulver) zubereitet.

Die Gewürznelken werden als Magenmittel verwendet oder bei Zahnfleischentzündungen. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum einfach die Knospe anritzen und den betroffenen Bereich mit der Nelke betupfen.
Bei Kopfschmerzen ist es hilfreich Gewürznelken zu zerkauen.

Fenchelsamen

Wenn nach dem schweren Weihnachtsschmaus der Magen kneift, helfen Fenchelsamen.

Fenchelsamen haben eine süßliche Note, sie beruhigen und entkrampfen den Magen-Darm-Trakt, außerdem wirken sie blähungstreibend. Aufgrund der kühlenden Potenz wird dieser Tee eher Pitta-Naturen empfohlen.
Fenchelsamen kurz anrösten und dann nach belieben in Marinaden, Suppen, Kohlgerichten verwenden.

Für guten Geschmack und Geruch im Mund ganze Fenchelsamen nach dem Essen zerkauen.

Ingwerwurzel

Die Ingwerwurzel ist nicht aus der ayurvedischen Küche wegzudenken.
Den Ingwer kannst du frisch verwenden als Wurzel oder auch als Pulver. Ingwer ist in den letzten Jahren sehr populär geworden, ein Ingwertee hilft bei Übelkeit, Magendrücken, Blähungen, Erkältung, Durchblutungsstörungen u. v. m.

Sehr gern wird die Ingwerwurzel verwendet, um den Körper von unverdauten Stoffwechselprodukten zu reinigen. Hierzu täglich morgens 1 - 2 Becher Ingwertee trinken. 1 bis 2 daumenbreite Stücke frische Ingwerwurzel in eine Kanne geben und mit ca. 500 ml heißem Wasser übergießen. Nach Geschmack ziehen lassen und genießen.

Koriandersamen

Gemahlene Koriandersamen sind Bestandteil einer traditionellen Lebkuchengewürzmischung oder den Spekulatius. Koriandersamen sind natürlich auch in anderen Rezepturen vielseitig verwendbar. Dazu immer die Samen frisch zerstossen und mit etwas Ghee kurz anrösten.

Koriandersamen regulieren die Verdauung, sie haben einen hohen Stellenwert bei der Behandlung von Darmkoliken, Durchfall, Reizdarm, Entzündungen und Hautgeschwüren.

Kreuzkümmel/Cumin

Kreuzkümmel ist ein Klassiker in Kohl, Knödel, Suppen, Eintöpfen und Marinaden. Er regt die Gallensekretion an und ist hilfreich bei Koliken.
Wenn zu üppig und fettig geschlemmt wird oder der Magen-Darm-Trakt nervös reagiert, dann ist Zeit für einen Kreuzkümmel-Tee. Besonders Vata- und Kapha-Naturen profitieren von dem Kreuzkümmeltee, da er erhitzend wirkt.

Zubereitung:
1 - 2 Teelöffel frisch zerstossene Kreuzkümmelsamen in eine Tasse geben und mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen. Ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und schluckweise trinken. Insgesamt 2 - 4 Tassen Tee zwischen den Mahlzeiten trinken.

Muskatnuss

Eine Prise Muskatnuss ist oft das i-Tüpfelchen auf dem Käse oder Püree.
Muskatnuss macht uns euphorisch und ist hilfreich bei Depression. Das Gewürz wirkt schon in kleinsten Mengen. Schwangere sollten aufgrund seiner Intensität dieses Gewürz nicht verwenden.

Wer unter einem schwachen Verdauungsfeuer leidet, also wenig Appetit verspürt, der sollte ebenfalls mit einer Prise Muskatnuss würzen.
Bei Magen-Darm-Problemen einfach eine Messerspitze geriebene Muskatnuss in einen milden Kräutertee (z. B. Minztee) geben und warm trinken.

Sternanis

Sternanis hat ein besonderes Aroma, er hat eine fein-fruchtige Schärfe und ist leicht bitter. Daher wird er besonders gern im Kompott oder im Glühwein mitgekocht.
Sternanis reguliert die Verdauung und die Galleproduktion, er unterstützt den Abtransport von Schleim bei Husten und Bronchitis.

(Sternanis sind ein Hingucker, du kannst sie zur weihnachtlichen Dekoration z. B. mit Zimtstangen und getrockneten Orangenscheiben verwenden).

Piment

Piment ist ein tolles Gewürz, welches leider ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Gemahlene Pimentkörner findest du zum Beispiel in Lebkuchengewürzmischungen.

Mit Piment sorgst du für einen guten Speichelfluss und hemmst auf diese Weise Karies. Außerdem wirkt er stoffwechselanregend und hilft dir beim Abnehmen.

Er zeigt eine positive Wirkung bei Magenverstimmungen und bei mentalen Disbalancen.
Bei Husten verwende Kamillentee mit einigen Pimentkörnern.

Vanille

Vanille wird oft als Königin der Gewürze bezeichnet. Ihr Geschmack ist mild, blumig, fruchtig bis würzig je nach Sorte und Herkunft. Vanillestangen von guter Qualität sind elastisch bis lederartig.

Vanille ist so beliebt (nicht nur bei Kindern), weil ihr Duft und Geschmack meist gute Gefühle in uns auslöst, unsere Nerven entspannt und beruhigend wirkt.

Ceylon-Zimt

Bei dem Gewürz Zimt handelt es sich um die getrocknete innere Rinde des Zimtbaumes. Der Zimt sollte aus Sri Lanka stammen, dieser ist heller und zerbrechlicher als die chinesischen Cassia-Sorten. Cassia-Zimt steht in Verdacht einen Einfluss auf die Entstehung von Krebserkrankungen zu haben.

Zimt kennt so ziemlich jeder, er hat einen süßlichen zart-würzigen Geschmack und eignet sich besonders für dunkle Marinaden, Kekse und Süßspeisen.

Zimt wird bei Erkältungskrankheiten eingesetzt, da er schleimlösend wirkt.

Ich wünsche dir würzige Weihnachten!

Verlebe eine besinnliche Weihnacht mit deinen Lieben.

Von Herzen 
Deine Dharamleen

P. S. Im kommenden Jahr gibt es wieder mehr (Rezepte) aus der Ayurveda-Genußküche und ein Booklet für den Schnelleinstieg in die Ayurveda-Wissenschaften.

Beachte:

Die hier vorgestellten Gewürze mit ihren Anwendungshinweisen sind nicht wissenschaftlich bewiesen. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an deinen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker.

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